Curriculum Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung (zertifiziert durch DeGPT/BAG Traumapädagogik) - Hamburg 2012/13

Curriculum Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT/BAG Traumapädagogik) 
Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung will die individuelle und soziale Stabilisierung ermöglichen: als Voraussetzung für eine angstfreie und sozial integrierte Alltagsbewältigung und Grundlage jeder weiteren Traumaverarbeitung. Sie findet z.B. in Beratungsstellen, Kliniken, Krisendiensten oder Frauenhäusern, in Kinderheimen, Wohngruppen, Schulen oder Familienhilfe statt. Die Weiterbildung vermittelt Skills für einen ressourcenorientierten Umgang in den häufig geschlechts-, alters-, generationen- und kulturübergreifenden Settings bei meist eingeschränkten zeitlichen Kapazitäten.

Besonderheiten:

  • Abschlußzertifikat der DeGPT und BAG Traumapädagogik*
  • Ressourcenorientierung durch hypno-systemische Erweiterung
  • Peerarbeit und kleine Supervisionsgruppen
  • Durchgehender Transfer auf alle Altersgruppen
  • Einbezug von Mütter-/Elternarbeit zur Verhinderung der Weitergabe von Traumatisierungen
  • Berücksichtigung institutioneller Dynamiken und unterschiedlicher Aufträge und Anforderungen in pädagogischen, beratenden und pflegerischen Settings
  • Teilearbeitsmodelle und die Arbeit mit altersentsprechenden Inneren Kindern als zentrales Element der Traumabewältigung
  • Frühe und komplexe Traumatisierungen immer im Blick
  • Bildschirmarbeit zur Distanzierung und Integration


Die Techniken werden in Diskussion, Power-point/Video, Demonstrationen und szenischem Spiel vorgestellt und miteinander erprobt. Die Übertragung auf den Berufsalltag wird in begleitenden Peergruppen und mit Hilfe von Supervision reflektiert und nachgebessert. Selbsterfahrung stellt so ein wichtiges Mittel zum Erwerb der Anwendungssicherheit dar.

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* Das Curriculum Psychotraumatologie in Beratung und Pädagogik wurde von institut berlin seit einigen Jahren nach den (seit 8/2010 überholten) Standards der DeGPT (www.degpt.de) durchgeführt. Seit 8/2010 ist eine neue gemeinsame Richtlinie von DeGPT und BAG Traumapädagogik veröffentlicht, unser Institut ist seit 11/2010 hiernach zertifiziert (siehe link). Das Curriculum heißt nun: Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung nach den Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik. Der Abschluss heißt „Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung“, das Zertifikat von DeGPT/BAG Traumapädagogik erhalten Sie von uns. Die Kosten hierfür sind in den Weiterbildungskosten enthalten.

Die aktuellen Empfehlungen von DeGPT und BAG Traumapädagogik finden Sie hier.
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Inhalte

Block 1: Einführung und Selbstfürsorge
Dozent: Hans-Joachim Görges
Termin: 31.8.-2.9.2012
Fr. 11 - 19 Uhr, Sa. 10 - 18 Uhr, So. 10 - 16 Uhr

  • Grundlagen der Trauma- und Dissoziationstheorie
  • Neurosequentielle Entwicklung des Gehirns - Folgen von Vernachlässigung und früher Traumatisierung
  • grundlegende Unterschiede in der Verarbeitung bei Kindern und Erwachsenen
  • Mono/Komplextraumatisierung/Entwicklungstraumata
  • Symptome und Diagnosen in unterschiedlichen Altersstufen
  • Beratung/Therapie/Pädagogik – Unterschiede und Verbindungen
  • Normalisierungsintervention in Pädagogik und Beratung
  • Umgang mit den Anliegen der Betreuten und Klientinnen
  • Burnoutprophylaxe
  • Indirekte/Sekundäre Traumatisierung und Selbstfürsorge
  • Ressourcenzustand in der Arbeit


Block 2: Reorientierung und Stabilisierung 
              Inneres Kind und Teilearbeit
Dozentin: Lydia Hantke
Termin: 26.-28.10.2012
Fr. 11 - 19 Uhr, Sa. 10 - 18 Uhr, So. 10 - 16 Uhr

für alle Altersgruppen:

  • Ressourcen mobilisieren und stabilisieren
  • Dissoziationsstopps und Reorientierung: wieder auf den Boden kommen
  • Imaginationsübungen – Phantasie nutzbar machen!
  • Lösungsorientierte Fragen: was habe ich schon geschafft?
  • Externalisierungen: Mit Symptomen kann man reden!
  • Teilearbeitsmodelle: wer weiß schon, was er will?
  • Innere Landschaften: wie sieht das bei mir aus?
  • Im pädagogischen Setting: wie sorgen wir für sichere Orte?

für Jugendliche und Erwachsene:

  • Inneres Kind - sicherer Ort für innere Kinder
  • Externalisierung der inneren Kinder
  • Die inneren Kinder im Hier und Jetzt versorgen


Block 3: Bildschirmarbeit (u. andere Expositionsmethoden im Überblick)
Dozentin: Britta Woltereck
Termin: 30.11./1.12.2012
Fr. 11 - 19 Uhr, Sa. 10 - 17 Uhr
 

Bildschirmarbeit zur Kontrolle von Traumainhalten in Pädagogik und Beratung

  • als Externalisierung
  • als Tresor
  • als Flashbackkontrolle
  • als Betrachtungsmöglichkeit

Vorstellung therapeutischer Traumaverarbeitungsmethoden (z.B. EMDR, EFT)


Block 4: „Mütter“ und Kinder – Ressourcen finden und die Weitergabe von
              Traumatisierung
verhindern              
Dozentin: Martina Furlan
Termin: 11./12.1.2013
Fr. 11 - 19 Uhr, Sa. 10 - 17 Uhr

  • Entwicklungsspezifische Förderung der Integrationsfähigkeit
  • Bindungstheorie ganz praktisch
  • Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierung
  • Intuitive "elterliche" Kommunikation
  • ressourcenorientiertes Arbeiten mit den Bezugspersonen
  • Einsatz von Video zur Stärkung der Beziehungsressourcen in jedem Alter


Block 5: Trauma und System
              Interkulturelles Arbeiten mit unterschiedlichen Bedeutungen
              Team- und institutionelle Dynamiken
Dozent: Hans-Joachim Görges
Termin: 22.-24.2.2013
Fr. 11 - 19 Uhr, Sa. 10 - 18 Uhr, So. 10 - 16 Uhr

  • Traumadynamiken in Familie, Institution, Helfersystem
  • anhaltende Traumatisierung (z.B. durch Täterkontakt, begleiteten Umgang, drohende Abschiebung)
  • Kollektive Traumatisierung
  • Loyalität und Zugehörigkeit
  • Ressourcengenogramm
  • Welche Kontexte prägen uns?
  • Interkulturelle Diagnostik und Interventionsplanung mit dem Problem/Lösungs Portrait (MacLachlan)
  • Dramadreieck-Traumadreieck
  • Team-Arbeitsdynamiken


Block 6: Behandlungs- und Hilfeplanung, Rituale und Abschluß
Dozentin: Lydia Hantke
Termin: 12
.-14.4.2013
Fr. 11 - 19 Uhr, Sa. 10 - 18 Uhr, So. 10 - 16 Uhr

  • Behandlungsplanung/Hilfeplanung in Beratung und Pädagogik
  • Die wesentlichen Elemente der Weiterbildung werden unter dem leitenden Aspekt der Behandlungs-/Hilfeplanung wiederholt, vertieft und eingeordnet.
  • Rituale in der Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Abschließende Integration der Weiterbildungsinhalte in die alltägliche Beratungs- bzw. pädagogische Arbeit durch einen
  • Schwerpunkt Supervision und Peergruppenarbeit

 
Supervision mit rollen- und aufgabenspezifischer Selbstreflexion

  • Für das Zertifikat "Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung nach den Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik" benötigen Sie 24 Unterrichtseinheiten (45 Min.) Supervision eigener Fälle in Gruppen mit maximal 9 Personen.   
  • Als Voraussetzung für die Zertifizierung sind wahlweise drei Fallvorstellungen des Supervisanden erforderlich (zwei davon mündlich und schriftlich, einer rein schriftlich) oder ein Fall und eine Projektvorstellung (beides jeweils mündlich und schriftlich)
  • Mindestens eine Fallvorstellung des Supervisanden ist durch ein Originaldokument zu belegen (z. B. Video- oder Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o. ä. des Klienten)
  • Selbstverständlich können Sie die Supervision unabhängig von der Zertifizierung für sich und die Umsetzung des Gelernten in Ihren Arbeitsalltag nutzen.

Peer-Gruppen-Arbeit/Intervision

  • Parallel zur Supervision der einen Gruppe trifft sich die zweite Gruppe als Peer-Gruppe mit max. 9 TeilnehmerInnen.
  • Die Peer-Gruppen-Arbeit setzt sich zusammen aus der inhaltlichen Nachbereitung der Seminarblöcke, Reflexion und Austausch zur Verbesserung der Übertragung in den Arbeitsalltag, Übungen und Diskussion.

 

Für die Zertifizierung nach den neuen Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik sind die folgenden Aufnahmebedingungen zu erfüllen:

  • Hochschul- und FachhochschulabsolventInnen mit psychologischen, pädagogischen und verwandten Abschlüssen, z. B. Dipl.-PsychologInnen und ÄrztInnen ohne psychotherapeutische Approbation, Dipl.-PädagogInnen, Dipl.-SozialarbeiterInnen und Dipl.-SozialpädagogInnen, Dipl.-HeilpädagogInnen, BeratungslehrerInnen, Dipl.-TheologInnen, Dipl.-SoziologInnen, oder analoge Abschlüsse (BA, MA), oder abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschulen) sozialadministrativer, erzieherischer oder pflegerischer Berufe (insbesondere ErzieherInnen,
    Pflegefachkräfte, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen)
  • Gefordert ist des weiteren eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld für alle Berufsgruppen
                      
  • Sie können nach Rücksprache mit uns auch dann am Curriculum teilnehmen, wenn Sie diese Bedingungen nicht oder nur teilweise erfüllen. Dann erhalten Sie ein Zertifikat, das dies zusätzlich vermerkt.


Konzeption und Leitung:
Dipl. Psych. Lydia Hantke

Ansprechperson für inhaltliche Fragen:
Lydia Hantke/institut berlin
Hertastr.1
12051 Berlin
fon 030/62981638
e-mail info@institut-berlin.de
www.institut-berlin.de
Telefonische Sprechzeit: Dienstags 12.00-13.00 h

Anmeldung und Ansprechpersonen für organisatorische Fragen:
fortschritte Hamburg

Fortbildungen · Seminare · Beratung
Lerchenstr. 28 a
22767 Hamburg

fon 040/87 50 44 69
Telefonische Sprechzeiten

Montag 10.00 – 12.00 h
Mittwoch 10.00 – 12.00 h

e-mail info@fortschritte-hamburg.de
Internet www.fortschritte-hamburg.de


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16 Weiterbildungstage in  6 Blöcken inclusive Supervision und Peer-Gruppen-Arbeit

Termine ab August 2012 in Hamburg:

Block 1: 31.8.-2.9.2012
Block 2: 26.-28.10.2012
Block 3: 30.11./1.12.12
Block 4: 11./12.1.2013
Block 5: 22.-24.2.2013
Block 6: 12.-14.4.2013

Anmeldung und Ansprechpersonen für organisatorische Fragen:
info(at)fortschritte-hamburg.de

www.fortschritte-hamburg.de

Fortbildungen · Seminare · Beratung
Lerchenstr. 28 a
22767 Hamburg

tel 040/87 50 44 69
Telefonische Sprechzeiten

Montag 10.00 – 12.00 h
Mittwoch 10.00 – 12.00 h