Aufbaucurriculum
Strukturierte Traumaintegration (stib)
Die Strukturierte Traumaintegration/institut berlin (stib) ist ein Verfahren, das Lydia Hantke aus den Erfahrungen mit hypnosystemischer Therapie und der Anwendung von Trauma-integrationstechniken wie EMDR und Brainspotting entwickelt hat. Es stellt eine Kombination verschiedener Methoden dar, die aufeinander aufbauend eine fortschreitend komplexere Integration des trauma-tischen Erlebens ermöglichen.
Die Traumaexposition erfolgt mithilfe eines neuen Expositionsverfahrens, das die Muskelspannung der Augen nutzt. Für die Teilnahme ist traumathera-peutische/-beraterische/-pädagogische Fachkunde Voraussetzung (s.u.).
Bei jedem Schritt des Verfahrens findet eine erneute Überprüfung der Stabilität statt, die Konfrontation mit dem belastenden Material wird Zug um Zug komplexer und die Selbstregulierungfähigkeit ständig nachgebessert. Die Kontrolle über die Methodenanwendung ist gemeinsam mit der Klientin möglich, die Behandlungsplanung bekommt so eine sichere Basis. Die Methode eignet sich vor allem auch für die Arbeit mit komplex traumatisierten Menschen.
Bestandteile der Methode:
- transparente Gestaltung des Ablaufs
- Traumaanamnese im Ressourcenzustand
- Behandlungsplanung entlang überprüfbarer Kriterien gemeinsam mit der Klientin
- durchgehend aktiv kontrollierende Position der Klientin
- eingebaute Überprüfungspunkte: Traumakonfrontation oder weitere Stabilisierung?
- sind die Folgen einer Traumabearbeitung für das Klientinnensystem tragbar?
- Ressourcenanker parallel zur Traumaexposition
- selbstbestimmte Traumaexposition
- Traumaverarbeitung durch Augenkreisintegration
- Abschlußimaginationen
Die Methode wird an 3x2 Tagen vermittelt:
Teil 1
24./25.2.2012
- Einführung Theorie, Ablauf stib
- Traumaanamnese im Ressourcenzustand
- Auswahl des Fokus
- Zielfindung und Verankerung mit bilateraler Stimulation
- Abschlußimaginationen
Teil 2
23./24.3.2012
- Auswahl und Bearbeitung des Ressourcenpunktes
- Sind die Auswirkungen der Bearbeitung erwünscht? - Überprüfung der Konsequenzen im System
- Augenkreis-Integration des belastenden Materials
- Selbsterfahrung und Erörterung von Anwendungsmöglichkeiten
Teil 3
8./9.6.2012
- Supervision der Integrationserfahrungen der TeilnehmerInnen
- Besondere Anwendungen
Konzeption und Leitung: Lydia Hantke
Teilnahmevoraussetzungen:
Das Erlernen und die Anwendung der Methode setzt umfassende praktische und theoretische Kenntnisse im Umgang mit der Verarbeitung von Traumatisierung und Stabilisierungsarbeit voraus. Fundierte Kenntnisse der Traumaverarbeitung, Stabilisierungstechniken, Externalisierungstechniken, Bildschirmarbeit und trans-generative Traumatisierung, bindungstheoretisches und entwicklungspsycholo-gisches Wissen sowie Grundlagen ressourcenorientierten Handelns werden vorausgesetzt. Diese werden i.d.R. durch die Teilnahme an einer Traumaberatungs- oder Traumatherapieausbildung nachgewiesen. Die eigene Stabilität/Regulationsfähigkeit ist Voraussetzung – alle Inhalte werden in Selbsterfahrung an eigenen (eingegrenzten) Themen erprobt. Dadurch werden sicher Prozesse ausgelöst oder abgeschlossen, die Weiterbildung ist aber kein Therapieersatz.
Die Seminare bauen aufeinander auf und sind nur zusammen buchbar (Teilnehmerinnen aus STI(neu:stib)-Fortbildungen eines anderen Durchlaufs können selbstverständlich teilnehmen oder nachholen, falls Plätze vorhanden sind).
Die Höchstzahl der TeilnehmerInnen beträgt 18.
Kosten der Weiterbildung: 700€
Das Seminar wird mit einem Zertifikat Strukturierte Traumaintegration/institut berlin (stib) abgeschlossen. Die Weiterbildung ist von keinem Dachverband anerkannt.
Der Bildungsurlaub ist beantragt.
Bildungsschecks können eingereicht werden.
download: weiterführende Informationen zu stib
