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Artikel über unsere Arbeit

Neue Fachgruppe für Traumapädagogen / Traumafachberater in Berlin ab September 2017

 

 

 

Strukturierte Traumaintegration (stib)

Die Strukturierte Traumaintegration/institut berlin (stib) ist ein Verfahren, das wir aus den Erfahrungen mit hypnosystemischer Therapie und der Anwendung von Traumaintegrationstechniken wie EMDR und Brainspotting entwickelt haben. Es stellt eine Kombination verschiedener Methoden dar, die aufeinander aufbauend eine fortschreitend komplexere Integration des traumatischen Erlebens ermöglichen. Die Traumaexposition erfolgt mithilfe eines neuen Expositionsverfahrens, das die Muskelspannung der Augen nutzt. Für die Teilnahme ist traumatherapeutische/-beraterische/-pädagogische Fachkunde Voraussetzung (s.u.).

Bei jedem Schritt des Verfahrens findet eine erneute Überprüfung der Stabilität statt, die Konfrontation mit dem belastenden Material wird Zug um Zug komplexer und die Selbstregulierungfähigkeit ständig nachgebessert. Die Kontrolle über die Methodenanwendung ist gemeinsam mit der Klientin möglich, die Behandlungsplanung bekommt so eine sichere Basis. Die Methode eignet sich vor allem auch für die Arbeit mit komplex traumatisierten Menschen. 

Wir verstehen Strukturierte Traumaintegration stib als creative common ©©, das heißt, es kann jeder verwenden und modulieren, der es gelernt hat. Eine kostenlose Weitergabe ist bei Nennung der Urheberin möglich, und wir sind an gemeinsamen neuen Entwicklungen sehr interessiert! 

Ab September 2015 in Berlin führen wir das Seminar in vier Blöcken durch, so haben Sie noch mehr Übungsmöglichkeit und Anwendungsbezug! Genaueres siehe hier

Bestandteile der Methode

  • transparente Gestaltung des Ablaufs
  • Traumaanamnese im Ressourcenzustand
  • Behandlungsplanung entlang überprüfbarer Kriterien gemeinsam mit der Klientin
  • durchgehend aktiv kontrollierende Position der Klientin
  • eingebaute Überprüfungspunkte: Traumakonfrontation oder weitere Stabilisierung?
  • sind die Folgen einer Traumabearbeitung für das Klientinnensystem tragbar?
  • Ressourcenanker parallel zur Traumaexposition
  • selbstbestimmte Traumaexposition
  • Traumaverarbeitung durch Augenkreisintegration
  • Abschlußimaginationen
  • ab Berlin 2015 zusätzlich:
    Storyboard und Traumaanamnese
    Traumaanamnese als niedrigschwellige Expositionsarbeit
    noch mehr Selbsterfahrung mit der Augenkreisexposition

Block 1

  • Einführung Theorie, Ablauf stib
  • Sammlung geeigneter Containmentmethoden
  • Einrichtung des Ressourcenbarometers
  • Traumaanamnese im Ressourcenzustand
  • Arbeit mit dem Ressourcenpunkt 
  • Selbsterfahrung
  • Abschlußimaginationen

Block 2

  • Sind die Auswirkungen der Bearbeitung erwünscht? - Überprüfung der Konsequenzen im System
  • Auswahl und Bearbeitung des Belastungspunktes
  • Augenkreis-Integration des belastenden Materials
  • Selbsterfahrung und Erörterung von Anwendungsmöglichkeiten

Block 3

  • Supervision der Integrationserfahrungen der TeilnehmerInnen
  • Spezielles:
    • Körperfokussierung statt Augenkreis
    • Umgang mit "Komplikationen"
    • Integration in den Behandlungsverlauf
    • Vollständige/unvollständige Sitzungen

Konzeption und Leitung

Dipl. Psych. Lydia Hantke

Teilnahmevoraussetzungen

Das Erlernen und die Anwendung der Methode setzt umfassende praktische und theoretische Kenntnisse im Umgang mit der Verarbeitung von Traumatisierung und Stabilisierungsarbeit voraus. Fundierte Kenntnisse der Traumaverarbeitung, Stabilisierungstechniken, Externalisierungstechniken, Bildschirmarbeit und transgenerative Traumatisierung, bindungstheoretisches und entwicklungspsychologisches Wissen sowie Grundlagen ressourcenorientierten Handelns werden vorausgesetzt. Diese werden i.d.R. durch die Teilnahme an einer Traumaberatungs- oder Traumatherapieausbildung nachgewiesen. Die eigene Stabilität/Regulationsfähigkeit ist Voraussetzung – alle Inhalte werden in Selbsterfahrung an eigenen (eingegrenzten) Themen erprobt. Dadurch werden sicher Prozesse ausgelöst oder abgeschlossen, die Weiterbildung ist aber kein Therapieersatz.

Die Seminare bauen aufeinander auf und sind nur zusammen buchbar (Teilnehmerinnen aus stib-Fortbildungen eines anderen Durchlaufs können selbstverständlich teilnehmen oder nachholen, falls Plätze vorhanden sind). Die Höchstzahl der TeilnehmerInnen beträgt 16. 

Zertifikat

Das Seminar wird mit einem Zertifikat Strukturierte Traumaintegration/institut berlin (stib) abgeschlossen. Die Weiterbildung ist von keinem Dachverband anerkannt. 

Strukturierte Traumaintegration stib von Lydia Hantke steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz

Konzeption und Durchführung

Lydia Hantke, Dipl. Psych.

Orte und Zeiten

Zur Zeit kein Seminarangebot.

Downloads

Weitere Informationen zu stib.

PowerPoint des Beitrags zur Tagung RedenReichtNicht (Methoden bilateraler Stimulation) in Heidelberg Mai 2014